Wieso „umstrittenes Erbe“?

Die Nachrichtenagentur dpa meldete am 25.11.2013, um 13:47 Uhr:

„Eckhardt Rehberg (CDU) hat die Linkspartei aufgefordert, das Erbe der Witwe von Bernhard Quandt in Höhe von rund 280.000 Euro auszuschlagen.“ Und weiter: „Der frühere 1. Sekretär der SED-Bezirksleitung (1903-1999) habe brutal die Bodenreform 1945 in Mecklenburg durchgesetzt. Zudem habe er zum Ende der DDR die Todesstrafe für die gefordert, die für Demokratie und Freiheit auf die Straße gingen, sagte der CDU-Bundestagsabgeordnete.“

Wenn Rehberg das so gesagt hat, weiß er nicht, wovon er spricht. Quandt hat sich in seiner großen Erregung als 86jähriger den Zorn von der Seele geredet, als er auf der dramatischen 12. Tagung des SED-Zentralkomitees am 3. Dezember 1989 die Schuld am Zustand seiner SED der eigenen Parteiführung vorwarf und lt. Protokoll sagte:

„Das Zentralkomitee muss so stark sein, dass aus ihrer Mitte ein neues Politbüro entsteht, das mit der Verbrecherbande des alten Politbüros, entschuldigt, Genossen, nichts zu tun hat! Ich bin dafür – wir haben im Staatsrat die Todesstrafe aufgehoben – dass wir sie wieder einführen und dass wir die alle standrechtlich erschießen, die unsere Partei in eine solche Schmach gebracht haben.“

Wieso also „umstrittenes Erbe“? Hätte Herr Rehberg es lieber gesehen, Frau Quandt spendete das Geld der CDU? Die CDU hatte schließlich nach der Wende vom Vermögen der Ost-CDU und der DBD profitiert.

Advertisements

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter Meinung

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s