Der vergessene Krieg

Vor 150 Jahren: Preußen und Österreich gegen Dänemark

Warum denkt in diesem Jahr, in dem der Beginn des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren in aller Munde ist, niemand an den deutsch-dänischen Krieg vor 150 Jahren? Schließlich führte er zur Bildung des heutigen Bundeslandes Schleswig-Holstein. Wird das im nördlichsten Bundesland nicht gefeiert? Oder schämt sich Deutschland immer noch dafür?

Zusammen mit dem Kaiserreich Österreich überfiel Preußen am 1. Februar 1864 das kleine Dänemark, um u.a. die dänisch beherrschten Herzogtümer Lauenburg, Schleswig und Holstein in ihren Machtbereich zu holen. Über Monate ging es hin und her zwischen Düppel und Alsen, bis schließlich die militärischen Weltmächte den kleinen Nachbarn in die Knie zwangen. Die Beute wurde geteilt, Österreich durfte Holstein behalten. Doch der Kamerad Schnürschuh hatte nicht mit der preußischen Hinterlist Bismarcks gerechnet und verlor zwei Jahre später im Bruderkrieg bei Königgräz auch Holstein an Preußen. Der Krieg vor 150 Jahren ging zwar als „deutscher Einigungskrieg“ in Geschichtsbücher ein, doch leider haben sich deutschen Stämme immer nur auf Kosten ihrer Nachbarn geeinigt, 70/71 zu Frankreichs Nachteil sogar das zweite Deutsche Reich gegründet.

Die eigene Geschichte sollte uns die Nachbarn besser verstehen und mehr Zurückhaltung üben lassen. Ein viertes deutsches Reich würde sich in der EU nicht gut machen.

Düppel170364

Holzschnitt nach der Schlacht bei Düppel vom 17. März 1864

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Eingeordnet unter Historisches

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