Streiflichter Schorfheide

Ein paar Tage Streifzug durch die Schorfheide nördlich von Berlin. Einzigartig die eiszeitlich geprägte Landschaft mit 65.000 Hektar Waldfläche – darunter der Buchenwald Grumsin als UNESCO-Weltnaturerbe – und viel Wasser für eine erlebnis- und entdeckungsreiche Erholung mit viel Abwechselung, wie man sie möglicherweise nicht erwartet hätte. Immerhin ist die Schorfheide das größte zusammenhängende Waldgebiet Mitteleuropas. Der Finowkanal am Südrand ist die älteste in Betrieb befindliche künstliche Wasserstraße Deutschlands, und das bis zur Einweihung eines Neubaus im Jahr 2019 betriebene Schiffshebewerk Niederfinow das dienstälteste Hebewerk des Landes. Hier ein paar Stationen:

1. Jagdschloss Hubertusstock. Erbaut im Auftrag des Preußenkönigs Friedrich-Wilhelm IV. 1847-1849 im bayerischen Landhausstil. Es diente der Hohenzollern-Dynastie und ihren Gäüsten während der jährlichen Hofjagden in der Schorfheide – besonders während der Hirschbrunft von Ende September bis Mitte Oktober – als Unterkunft. Aber auch politische Entscheidungen wurden hier gefällt, z.B. die Ernennung von Graf Bühlow zum deutschen Reichskanzler. Die einfache Ausstattung des zweigeschossigen Jagdhauses geht auf Kaiser Wilhelm I. zurück. Sein Enkel, Wilhelm II., hatte für sich am Werbellinsee bei Joachimsthal einen (bis heute gut erhaltenen) Kaiserbahnhof bauen lassen, von dem er per Kutsche weiter nach Hubertusstock fuhr und dabei von Kindern am Wegrand begrüßt wurde. 1918 wurde das Anwesen als Nationaleigentum vom Arbeiter- und Soldatenrat besetzt und ging 1926 in den Besitz des preußischen Staates über. In dieser Abgeschiedenheit besprachen Wilhelm II. und sein Cousin Zar Nikolaus II. Weltpolitik, hier ging der alte Reichspräsident Hindenburg aus die Jagd, trafen die Nazis Gleichgesinnte aus Italien und später Honecker seinen Duzfreund Breshnew, mit dem er den Nicht-Jäger Ulbricht stürzte.

In der DDR war das Objekt mit weiteren vier Gästehäusern neben einem Erholungsort für die Partei-und Staatschefs sowie ausländische Gäste dieser Ebene auch ein Ausweichort für Besucher, die die „DDR-Hauptstadt“ Berlin umgehen wollten. Hier traf Erich Honecker jährlich einmal mit dem zeitweiligen SPD-Vorsitzenden Hans-Jochen Vogel zum Meinungsaustausch bei einem gemeinsamen Mittagessen zusammen, hier empfing er den Bundeskanzler Helmut Schmidt bei dessen offiziellem DDR-Besuch und hier bedankte sich Honecker bei Franz Josef Strauß für den Milliardenkredit, der das Überleben der DDR hinauszögerte, und nicht zuletzt war es der Krupp-Chef Berthold Beitz, der mit einem wertvollen Gewehr aus dem berühmten Suhler Jagdwaffenwerk mit Gastgeber Honecker dem Rotwild auf den Leibe rückte Nach der friedlichen Revolution in der DDR 1989 stimmte der neu gewählte SED-Chef und Staatsratsvorsitzender Egon Krenz die kirchlichen Würdenträgern der DDR auf eine allzu kurze Zukunft mit ihm ein.

Heute ist das Jagdschloss ein Restaurant und bietet als Hotel auch Übernachtungsmöglichkeiten.

JagdschlHubertusstMorgennebel über dem berühmten Jagdschloss Hubertusstock, in dem die DDR „stille Geschäfte“ mit dem Westen abwickelte 

Hubertusst Gästehäuser im Charme der siebziger Jahre, heute als Hotelunterkunft zu buchen

Hirsch HubertDer röhrende Hirsch war Honeckers ganzer Stolz. Damals war er in voller Größe vor dem Schloss zu sehen, inzwischen hat er sich in die Büsche geschlagen

2. Naturbeobachtungspunkt Neugrimnitz. Eine Aussichtsplattform mit Fernrohr zwischen Neugrimnitz und Althüttendorf bietet reizvolle Blicke über den Grimnitzsee (einem eiszeitlichen Zungenbeckensee). Wer Glück hat, erlebt einen See- oder Fischadler mit bis zweieinhalb Meter weiten Schwingen seine Runden ziehen, Schwäne, Reiher, Kaniche tummeln sich rundum.  Durch die Eiszeitverschiebungen vor 15.000 Jahren liegt der Grimnitzsee 22 Meter höher als der nahe gelegene Werbellinsee, zu dem es keinerlei Verbindung gibt.

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Neben dem Beobachtungspunkt, der interessante Ausstellungen über Fauna und Flora enthält, befindet sich ein Rastplatz mit Tischen und Bänken, ausreichend für eine ganze Schulklasse. Ein paar Schritte weiter eine restaurierte Bockwindmühle.

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3. Hans-Fallada-Museum in Carwitz. Das Hans-Fallada-Museum Carwitz berichtet über Leben und Werk Hans Falladas (1893 in Greifswald – 1947 in Berlin) in sieben Räumen seines ehemaligen Wohnhauses. Zu besichtigen sind u.a. Falladas Arbeitszimmer, das Esszimmer und die Veranda mit originalem Mobiliar sowie zahlreichen Dokumenten und Fotos. Im ehemaligen Schlafzimmer des Einfamilienhauses, das er von 1933 bis 1945 bewohnte, zeugt die Ausstellung „Hans Fallada. Lebensorte“ vom wechselvollen Leben des Schriftstellers. Das Kinderzimmer zeigt die Ausstellung „Hans Fallada als Kinderbuchautor“. Im Obergeschoss ist ein Filmzimmer eingerichtet, in dem Fallada-Dokumentationen zu sehen sind. Die Ausstellung umfasst auch die Scheune, in der Sonderschauen gezeigt werden, sowie das 15.000 qm große Anwesen mit Bienenhaus, Bootshaus, Dreiecksbeet und Sitzecke am Seeufer.

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Falladas Haus von 1933 bis 1945 in Carwitz. Dazu gehörte ein großer Garten  mit viel Rasenflächen, Obstbäumen und Gemüseanbau. Außerdem stehen dort ein Bienenhaus, gemütliche Sitzecken und ein Bootshaus am Ufer des Schmalen Luzin 

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Beachtenswert auch der Museumsladen mit allen verfügbaren Fallada-Titeln (z.B  „Bauern, Bonzen, Bomben“, „Kleiner Mann – was nun?“, „Wer einmal aus dem Blechnapf frisst“, „Wolf unter Wölfen“, „Geschichten aus der Murkelei“, „Der eiserne Gustav“, „Jeder stirbt für sich allein“ und „Der Trinker“).  Außerdem gibt es einen antiquarischen Buchbestand, Fallada-Verfilmungen auf DVD, Hörbücher, Sekundärliteratur, Andenken und Postkarten.

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Falladas Haus in Neuenhagen bei Berlin, wo er von 1930 bis 1932 lebte und seinen Roman „Kleiner Mann – was nun?“ schrieb

4. Atelier Kommallein. Im kleinen Ringenwalde entdecke ich das Atelier des Künstlers und Möbeldesigners Lutz Kommallein. Der gelernter Schmied und Absolvent der Kunsthochschule Weißensee hat den Flachbau einer ehemaligen Schule zu einer Künstlerwerkstatt umgerüstet und bietet zur Überraschung des Besuchers ungewöhnliche Werke. Da sind zum Beispiel die verblüffenden Möbel aus südamerikanischem Schiefer: Liege, Bank, Sessel,Waschtisch für das Bad – alles als Hohlkörper leicht zu tragen und dennoch durch die vermeintliche Schwere des Werkstoffs faszinierend anzusehen. Überraschend sind auch die Drahtskulpturen unter Glas. Wer nimmt schon an, dass ein anmutiger weiblicher Akt aus dünnem Eisendraht geformt ist? Man glaubt zunächst, es handele sich um eine herkömmliche Grafik und ist beim genauen Hinschauen wieder überrascht. Die Bilder, Möbel und viele andere Konstruktionen Kommalleins sind zu besichtigen nach Rücksprache mit dem Künstler in Ringenwalde, Dorfstraße 19.  

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Der Künstler vor einer faszinierenden Draht-„Grafik“

SkulpturSkulptur aus Schiefer

SchiefermöbelLiege und Bank von Lutz Kommallein ebenfalls aus brasilianischem Schiefer 

5. Kaiserbahnhof Joachimsthal. Am nördlichen Ende des Werbellinsees bei Joachimsthal ließ sich Kaiser Wilhelm II. am Ende des vorvorigen Jahrhunderts einen Bahnhof bauen, den er von Berlin aus anfuhr, um hier  in eine Kutsche umzusteigen, die ihn zu seinem Jagdschloss Hubertusstock brachte. Der Bahnhof – er wird heute stündlich von Eberswalde aus angefahren – wurde 1897 bis 1899 im nordischen Landhausstil errichtet. Der große Salon diente dem Kaiser dazu, sich mit einer entsprechenden Jagdunifom der Umwelt anzupassen. Umziehen war ein Hobby des Kaisers, dafür hatte er zig Fantasieuniformen. Das Mosaikpflaster des Bahnsteigs ist bis heute nahezu unverändert erhalten. Seit dem Jahr 2006 wird die Station als erster deutscher Hörspielbahnhof genutzt, in dem einer wachsenden Zahl von Besuchern interessante, neue Hörspiele präsentiert werden. Außerdem kan man in einer Gäststätte gegenüber gepflegt und preiswert essen, übernachten und in Schaukästen die kaiserliche Familie kennenlernen.

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Der Kaiserbahnhof vor hundert Jahren

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Details über die kaiserliche Familie

6. Angermünde. Die Stadt bildet die Verbindung vom Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin mit dem Nationalpark „Unteres Odertal“. Wer sich mit der Geschichte von Angermünde beschäftigt, erfährt von zwei denkwürdigen Besonderheiten. Hier hat Heinrich von Kleists Michael Koohlhas einst seine Pferde gekauft, die ihm zum dramatischen Verhängnis wurden und durch den Dichter in die Weltliteratur gelangten. Außerdem gab es im ehemaligen Ackerbürgerstädtchen auf Jahrzehnte die erste Toilette mit Wasserspülung. Sie wurde 1883 eigens für den damaligen Prinzen und späteren Kaiser Wilhelm II. gebaut, der für ein Manöver hier sein Quartier aufgeschlagen hatte. Bei einem Spaziergang durch die Stadt stößt man auf dem Marktplatz vor dem barocken Rathaus auf eine Reihe von Skulpturen, die man gerne in Erinnerung behält unde mindestens als Fotos mit nach Hause nimmt.

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7. Ehm-Welk-Heimtmuseum. Wer die „Heiden“ liebt und in die Stadt kommt, sollte auf einen Besuch nicht verzichten. Die Kunstwerke auf dem Marktplatz von Angermünde entsprechen treffend der berührenden Komik des Dichters Ehm Welk (1884-1965), der – natürlich Ehrenbürger der Stadt –   mit seinem Roman „Die Heiden von Kummerow“ eine Reihe spitzbübischer Figuren schuf, die bis heute die Sympathien auf sich ziehen. Sein Buch wurde ein Jahr nach dem Tod des Philosophie-Professors an der Rostocker Universität als deutsch-deutsches Gemeinschaftswerk von Werner Jacobs mit so bekannten Darstellern wie Paul Dahlke, Ralf Wolter und Theo Lingen  verfilmt. Gottlob ist es hin und wieder im Fernsehen zu genießen. Handlungsort soll das in Angermünde eingemeindete Biesenbrow sein, der Geburtsort des Dichters.

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8. Der Werbellinsee. Das bekannteste Gewässer der Schorfheide ist der etwa zehn Kilometer langgestreckte Werbellinsee, der mit ca. 55 Metern der zweittiefste See im Land Brandenburg ist, ein Paradies des Wassersports zum Baden, Surfen, Tauchen und Segeln. Und zugleich berühmt für seinen Fisch- und Tierreichtum im rundum größten zusammenhängenden Waldgebiet Deutschlands. Was weniger bekannt ist: Der Werbellinsee ist nach dem Bodensee der zweitgrößte Schiffsfriedhof in Europa. Hier wurden sogar die Reste vom Cafe Werdau versenkt, bevor Helmut Schmidt 1981 zu Besuch im Jagdschloss Hubertusstock war und den Schandfleck der Ruine nicht sehen sollte.

See 2 Fahrgastschiff „Altwarp“, 200 PS, 28,22 m lang, 4,95 m breit, 170 PlätzeSAMSUNG DIGITAL CAMERA

Einer von mehreren Yachthäfen

Um den Werbellinsee hat sich viel Prominenz in allen Gesellschaftsordnungen angesiedelt. Die preußischen Könige schufen das Jagdschloss Hubertusstock, das nach 1918 verschiedene Besitzer hatte und seit den Sechzigerjahren Ausweichort für westliche Politiker waren, die nicht in die „Hauptstadt der DDR“, also nach Ostberlin kommen wollten. Anfang der Fünfzigerjahre ließ Walter Ulbricht am Werbellinsee die Pionierrepublik „Wilhelm Pieck“ errichten, für die große Teile der Baumaterialien von Hermann Görings  protzigem „Carinhall“ am Großen Döllnsee ein paar Kilometer weiter westlich verwendet wurden. Am See hatten die Reichspräsidenten Ebert und Hindenburg  ihren Sommersitz, hier ließ sich auch die FDJ ein großes Gästehaus bauen. Es entstanden Yachtwerften und Campingplätze.

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See 4 (2)Einer der beiden Campingplätze am Werbellinsee

Das Mindeste, das man tun kann, um den Werbellinsee kennenzulernen, ist eine zweistündige Rundfahrt mit einem Fahrgastschiff  der Reederei Wiedenhöft (z.B. die „Altwarp“, Baujahr 1935, 200 PS, 170 Plätze, 28,22 m lang, 4,95 m breit).

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Ehemaliges Gästehaus des FDJ-Zentralrates

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Eingang und Blick in die ehemalige Pionierrepublik „Wilhelm Pieck“, heute europäisches Jugendzentrum

See I2Eingangsportale zu Hermann Görings ehemaligen protzigem Refugium „Carinhall“ am Großen Döllnsee, dessen Baumaterialien nach der Spengung im Auftrag Görings im April 1945  für des Kinderferienlager am Werbellinsee verwendet wurden. Die Torwärterhäuschen sind das letzte Überbleibsel der Residenz des Kriegsverbrechers

9. Althüttendorf. Blick in die Kiesgrube bei Althüttemndorf. Die Gletscher der Eiszeit haben ganzes Geschiebe und Geröll in dieser Region abgelagert und so die heutige Landschaft gebildet. Nahe dem Buchenwald Grumsin (UNESCO-Weltnaturerbe) befindet sich im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin diese Kiesgrube. Die Grubenwände geben Geowissenschaftlern Aufschluss über die Entstehung der Landschaft vor 16.000 Jahren. Die abbauwürdigen Kiesschichten sind zehn bis zwanzig Meter stark. Die darüber liegende Deckschicht wird als Abraum benutzt, um die ausgekiesten Bereiche wieder zu füllen.

Kiesgrube

10. Geopark “Eiszeit”. Mammut und Säbelzahntiger möchte man in der Gegend von Groß-Ziethnen nicht begegnen. Doch vor 15.000 Jahren wäre das möglich gewesen, weshalb ein Exemplare dieser Gattung in natürlicher Größe nachgebaut wurde. Für den ersten Schreck entschädigt die Ausstellung „Erfahrung Eiszeit“. Die Ausstellung über den Nationalen GeoPark Eiszeitland am Oderstrand, der sich über 3.487 Quadratkilometer der Landkreise Uckermark, Barnim und zum Teil Märkisch-Oderland erstreckt, weist auf Phänomene von geologischer Seltenheit wie Schönheit.

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Geo-ParlGro´-Ziethen

11. Joachimsthal. Die Kleinstadt im Landkreis Barnim ist gerade mal 400 Jahre alt und hat nicht viel mehr als 3.300 Einwohner. Gelegen zwischen Gremnitz- und Werbellinsee, ist sie ein idealer Ort für Urlauber und Touristen, um von hier aus in alle Richtungen der Schorfheide und der Uckermark auszuschwärmen, um Natur pur kennen und schätzen zu lernen. Wer nicht so weit „hinaus“ will, besteigt erst einmal den alten Wasserturm, in dem es sich – inzwischen ohne Hoch-Wasserbehälter – des englische Ehepaar Richard Hurding und Sarah Phillips häuslich eingerichtet haben. Vor wenigen Jahren ließen sie einen modernen Aufzug bauen, mit dem Besucher auf den 21 Meter hohen denkmalgeschützten Turm gelangen , sofern sie nicht gewillt sind, 118 Stufen zu erklimmen. In Reiseprospekten heißt das Projekt Biorama-Prospekt, von dem aus der Blick über Schorfheide und Grimnitzsee bei guter Sicht bis Templin, Eberswalde, Angermünde und bis ins 35 Kilometer entfernt beginnende Polen reicht. Die neben dem Turm stehende  alte Fabrikantenvilla wird derzeit restauriert und zu einem Zentrum für Umwelt und Wissenschaft ausgebaut, in dem es neben Ausstellungen und Vorträgen auch Konzerte und andere Highligths geben soll.

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Blick vom alten Wasserturm auf Joachimsthal mit der von Schinkel entworfenen Kirche in der Bildmitte

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Derzeit „entkernte“ (Herbst 2013) ehemalige Fabrikantenvilla und zukünftiges Kulturzentrum neben dem Aussichtsturm

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Joachimsthaler Rathaus mit Denkmal für den Stadtgründer, dem brandenburgischem Kurfürsten Joachim II., der ein Stück Glas betrachtet. Hier hatte er einst Glasmacher angesiedelt, die der Stadt zu ihrem ersten Ruhm verhalfen 

12. Erstes russisch-othodoxes Kloster. Friedlich und ohne Proteste von Bürgern gegen fremde Kulturen entstand in Götschendorf am Kölpinsee in der Schorfheide ein russisch-orthodoxes Kloster. Im Jahr 2006 war die Idee in deutsch-russischen Gesprächen geboren worden, in Deutschland erstmals ein solches Kloster zu gründen. Das Land Brandenburg stellte ein Herrenhaus zur Verfügung, das künftig als Gästehaus sowie für den geistlich-kulturellen Austausch mit anderen Religionen genutzt wird. Russische Sponsoren finanzierten den Bau einer Kirche, und ein Wohnhaus dient 30 Mönchen, die nach der Devise „Ora et labora“ u.a. ökologischen Ackerbau betreiben. So friedlich und zugleich hoffnungsvoll kann das Miteinander von Religionen sein. Bei den Fahrten zu ihrem uckermärkischen Wochenenddomizil kann übrigens die Kanzlerin den Fortgang der Bauarbeiten verfolgen.

Klosterbau

Das im Jahr 2014 noch im Bau befindliche Kloster

Herrenhaus

Links das Herrenhaus, welches das Land Brandenburg zur Verfügung stellte, rechts daneben die Wohnunterkunft für 30 Mönche, rechts die russisch-orthodoxe Kirche. Das Kloster soll nicht abgeschieden vom Ort betrieben werden, sondern Bestandteil werden.

siehe auch: https://klaustaubert.wordpress.com/2016/08/23/wandlitzer-impressionen-natur-und-technik-unter-einem-dach/

siehe auch: https://klaustaubert.wordpress.com/2014/05/16/der-neue-schiffsfahrstuhl-von-niederfinow/

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3 Kommentare

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3 Antworten zu “Streiflichter Schorfheide

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