Soeben erschienen:

„Das Rhön Komplott“

Ein deutsch-deutscher Thriller aus der Nachwendezeit

(zu beziehen: per Klick )

Wie kam die deutsche Einheit tatsächlich zustande? Über viele Jahre trafen sich geheime Emissäre aus Ost und West an noch geheimeren Orten in der Rhön, um die deutsch-deutsche Zukunft zu erörtern. Wie in kaum einem anderen Fall halten sich die Beteiligten auf beiden Seiten bis heute bedeckt. Geheimdienste als „Wasserträger“ der Wirtschaft stellen sich unwissend. Mitwisser wurden für immer zum Schweigen gebracht. Die damals für Deutschland zuständigen alliierten Siegermächte des Zweiten Weltkrieges waren über diese illegalen Aktionen nicht informiert. Aus einem Puzzle von vielen Details, die in mehrjähriger Recherche zusammengetragen wurden, hat der Autor in seinem fiktiv angelegten Krimi vieles verarbeitet. Die Tatorte wurden verfremdet, die Personen, bis auf jene der Zeitgeschichte, in Anlehnung an tatsächlich Beteiligte erfunden. Wahre Details, wie beispielsweise der fehlerhafte Grabstein für einen „falschen“ Toten, hat der Autor bereits in einer Fernseh-Dokumentation verarbeitet. „Das Rhön Komplott“ bestätigt Helmut Kohls Aussage: „Es ist ganz falsch, so zu tun, als wäre da plötzlich der Heilige Geist über die Plätze in Leipzig gekommen und hat die Welt verändert.“

Kritik von Heidi Zengerling:

Im Buch Rhön Komplott geht es um eine zu vielen Teilen wahre Begebenheit äußerst brisanter Art. Der Autor hat nach eigenen Angaben lange Jahre umfassend recherchiert und sich dann entschlossen, das Buch als Krimi zu schreiben – also seine Recherchen in einem teilweise fiktiven Krimi unterzubringen.

Es ist ein Journalist namens Frank Grawert ist nach Eisenach in Thüringen unterwegs. Wir befinden uns im Zeitraum Anfang der 90er Jahre. Die ehemalige Innerdeutsche Grenze ist nicht weit – in der Rhön, unweit von Eisenach sollen in den 80ern Ost-West-Aktivitäten stattgefunden haben, die bis heute geheim sind, von denen niemand weiß – man munkelt nur. Es sind lediglich Vermutungen, dass sogar hochrangige Politiker und Menschen aus der Wirtschaft sowie vom Geheimdienst verwickelt waren und sind. Angeblich soll die Einheit vorbereitet worden sein … Grawert beginnt zu recherchieren und damit scheucht er sozusagen die damaligen Seilschaften auf und es wird für ihn gefährlich … Mehr möchte ich dazu gar nicht sagen, das muss man einfach gelesen haben. Eine Frau – das ist gleichzeitig beschrieben, steht in Eisenach am Grab ihres Mann, aber ist dort auch wirklich ihr Ehemann begraben ??? Es sterben Menschen, die zu tief in der Vergangenheit wühlen und ehemalige Stasibedienstete, die reinen Tisch machen möchten, leben ebenso gefährlich. Dann ist da noch der „Luchs“ ….. Wer das ist – das erfährt man erst am Ende des Buches …

spinn

  Leseprobe:

Dreier unterbricht seine Rede, die gerade höchst interessant zu werden schien, als eine Schar junger Männer übermütig in das Lokal poltert. Wörter und Sätze fliegen hin und her, deren Sinn kaum zu ergründen ist, plötzlich holt einer der Männer aus und setzt einem anderen einen Kinnhaken, so dass dieser gegen den Tisch torkelt, an dem Grawert und Dreier sitzen. Die beiden schieben ihre Stühle weiter zum Fenster und verfolgen besorgt die Prügelei. Der Schläger zieht seinen etwas benommenen Gegner am Kragen zu sich heran und knallt ihm eine, dass er rücklings gegen den entsetzt aufspringenden Dreier torkelt.

Schließlich greift der stämmige Wirt ein, zieht den Gestürzten hoch, schiebt ihn zur Tür hinaus auf die Straße. Ein Kellner hält die anderen mit einem Schürhaken in Schach, drängt sie zur Tür und ebenfalls auf die Straße. Grölend  und fluchend fügen sich die Randalierer, ziehen davon, und es ist wieder Ruhe.

In einem Pkw etwa fünfzig Meter weiter sieht Theo Backhaus die Männer aus dem Lokal kommen und in verschiedene Richtungen auseinander gehen. Einer von ihnen gibt ein vereinbartes Zeichen. Backhaus zieht das Foto Dreiers aus der Jackentasche, zerreißt es in tausend kleine Teile, startet und lässt die Schnipsel während der Fahrt aus dem offenen Fenster fliegen.

Grawert wendet sich Dreier zu, der zusammengesunken auf seinem Stuhl hockt, schmerzvoll sein Gesicht verzieht und den linken Oberschenkel umfasst.

„Was ist, Herr Dreier? Ist Ihnen nicht gut?“

Dreier schaut Grawert angsterfüllt an. „Das ist wie der Stich einer Wespe, wie ein…“

Grawert springt zur Theke, lässt sich ein Glas Wasser geben, um es seinem Gesprächspartner zu bringen, doch der nimmt es kaum wahr, legt seinen Kopf auf den Tisch und fasst sich mit den Händen an die Brust.

„Herr Wirt, rufen Sie schnell einen Krankenwagen, dem Herrn an meinem Tisch geht es ziemlich schlecht. Kennen Sie den?“

Der Wirt stutzt: „Ich? Nein. Ich dachte, Sie haben doch…“

„…nur ein wenig geplaudert“, ergänzt Grawert, da hängt der Wirt schon am Telefon. Keine Minute später signalisiert dieser, dass der Krankenwagen unterwegs sei. Dreier liegt inzwischen, von dem Kellner und einigen Gästen umsorgt, ausgestreckt auf einer Bank und zeigt kaum Regungen.

„Ich warte draußen auf den Krankenwagen“, sagt Frank Grawert, nimmt Dreiers Umhängetasche, die auf einem Stuhl stand, als wäre es seine eigene, verlässt das Café und verschwindet. Mit dem nächsten Taxi fährt er zum Flughafen und erreicht gerade noch eine Maschine nach Frankfurt.

Per Pkw macht er sich von dort aus auf den Weg nach Thüringen. Auf der Fahrt durch die Dunkelheit lässt er immer wieder die Bilder aus dem Lokal an sich vorüberziehen und kommt mehr und mehr zu dem Schluss, dass die Aktion inszeniert und einzig und allein Dreier das Zielobjekt eines Attentats war.

Dass dies alles in seiner Gegenwart geschah, war ein weiterer Tipp: Lass die Finger von diesen Dingen! Dir könnte es genauso ergehen. Ihm fällt das grüne Buch mit den vielen Möglichkeiten einer Vergiftung ein, und er fürchtet, dass Dreier kaum wieder auf die Beine kommen wird. …

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2 Kommentare

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2 Antworten zu “Soeben erschienen:

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