Marxdorfer Spezialitäten

Wo die guten Geister spuken

In Marxdorf, knapp 50 km östlich von Berlin – über die Bundesstraße 1 bequem zu erreichen – spuken echte Geister, gedeihen edle Brände und reifen brillante Liköre. Der Name des Ortes kommt übrigens nicht vom Philosophen Karl Marx wie beim nahegelegenen ehemaligen Marxwalde – so hieß Neuhardenberg zur DDR-Zeit –, sondern rührt aus dem 13. Jahrhundert. Zunächst ein Ort der Templer und nach deren Verbot im Besitz der Johanniter, hat das Angerdorf seine ursprüngliche Gestalt über die Jahrhunderte erhalten. Und gottlob auch viele wunderschöne Feldsteinbauten. Und findige Bewohner.

EhepaarJaeck  Liköre

Erst arbeitslos, heute Geschäftsleute mit findigen Ideen: Ehepaar Laeck/Blick in eines der vollen Regale  mit -zig Likören

Zu ihnen gehört das Ehepaar Gabriela und Klaus Jaeck, die sich im Jahr 2003 aus der Arbeitslosigkeit in die geschäftliche Selbständigkeit gerettet haben. Klaus Jaeck: „Wer in dieser Gegend einmal arbeitslos wird, der bleibt das auch, wenn er sich nicht etwas einfallen lässt.“
Gabriele Jaeck meldete kurzentschlossen ihre Manufaktur für die Likörbereitung an. „Hätten wir gewusst, wie viel Arbeit das kostet, hätten wir es vielleicht nicht getan“, sagt der Ehemann und lacht. Ich frage: „Haben Sie es bereut?“ – „Keinen Tag!“

Likoere  Likörmanuf

Liköre und Geister in mannigfachen Formen/Die Manufaktur in Marxdorf

Es ist unglaublich, wie gut Liköre schmecken können. In versierter Handarbeit werden rund 250 Fruchtliköre, Kräuterliköre, Brände und Geister hergestellt, vom 16-prozentigen Sahnelikör bis zum 83-prozentigen „Flugbenzin“. Voraussetzungen neben Geschmack und Können sind gute Rohstoffe, „Großmutters Rezepte“ – gemeint sind historische Überlieferungen –, viel Reifezeit und zum großen Teil aus Italien bezogene vielgestaltige attraktive Flaschen und Gläser.

AuswahlKleine Auswahl aus den rund 250 Angeboten

Prä4

In der Kunst hat der Likör bereits Eingang gefunden: Mit seinem “Prädikower Küsschen” setzte Peter Oelker einem Likör aus Marxdorf, ein Erdbeer-Minzelikör, ein Denkmal. Der Künstler: „Den kann ich sehr empfehlen. Das Küsschen hat daher ein Gläschen in einer Hand und einen Kußmund-Stempel in der anderen.” 

Auf anspruchsvollen Märkten, von Hamburg bis nach Italien, werden die „Marxdorfer Liköre“ und die anderen Genüsse im passenden Ambiente, ganzjährig auf Heimatfesten und kulturellen Veranstaltungen  angeboten, so dass sich bereits ein großer Kundenkreis gebildet hat. Und wer sich den Weg nach Marxdorf macht, wird die Einkehr in die Probierstube des kreativen Ehepaares nicht bereuen und sich ganz bestimmt mit „Auf Wiedersehen“ verabschieden.

KlausJaeckKlaus Laeck: „Die viele Arbeit schon bereut?“ – „Keinen Tag!“

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Eine Antwort zu “Marxdorfer Spezialitäten

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