Die Buletten Fibel

1. Wie die Bulette nach Deutschland kam

Die Bulette – nach landläufiger Meinung eine Ur-Berlinerin – ist, wie viele berühmte Berliner, nur zugereist. So wie Claire Waldoff, Heinrich Zille und Harald Juhnke. Das Auftauchen der ersten Bulette in Preußens Hauptstadt hatte jedoch einen zutiefst politischen Hintergrund.

Der Große Kurfürst der Mark Brandenburg, Friedrich Wilhelm, hatte an einem Novembertag des Jahres 1685 – weitsichtiger als nachfolgende Politiker-Generationen – sein Fürstentum zum Einwanderungsland erklärt. Im Grunde genommen wollte er den französischen König Ludwig XIV ärgern, weil dieser ihm 1684 die Unterstützung versagte, als das heutige Vorpommern den Schweden abgejagt und preußisch werden sollte. Ein Jahr später wurde in Frankreich das Edikt von Nantes aufgehoben, das bis dahin für ein friedvolles Zusammenleben von Katholiken und Protestanten, den sogenannten Hugenotten, gesorgt hatte, bot sich dem Großen Kurfürsten die Gelegenheit zur Retourkutsche.

Als in Frankreich 1685 die Hetzjagd auf die Hugenotten einsetzte und diese vor der Alternative standen, ihrem neuen Glauben abzuschwören oder gnadenlos verfolgt zu werden, erließ der Große Kurfürst am 8. November desselben Jahres das Edikt von Potsdam, mit dem er den Protestanten Asyl anbot.

Den Hugenotten wurden in der Mark Brandenburg großzügige wirtschaftliche Vorteile, Unterstützung und staatliche Fördermittel z.B. zur Gründung von Manufakturen zugesichert und gewährt. Die Franzosen verfügten über gutes handwerkliches Können und setzten richtungsweisende Akzente in Wissenschaft, Kunst und Ackerbau. Vom Handwerk bis zur Medizin kam ein mächtiger Auf-schwung ins Land, der sich wohltuend auf die Entwicklung des Königreichs Preußen auswirkte.

Bis zum Jahr 1700 hatten sich etwa 20.000 Hugenotten in Bran-denburg niedergelassen. In fast allen Städten bildeten sie französische Kolonien. In Berlin lebten etwa 6.000 Hugenotten, die ein Viertel der damaligen Bevölkerung ausmachten. Einige Generationen später dürfte in den Adern vieler „Ur“-Berliner immer auch einige Promille französischen Blutes geflossen sein. Zu den bekannten Nachfahren der aus Frankreich vertriebenen Hugenotten gehören die Vorfahren von Theodor Fontane, Günter Guillaume, Volker Bouffier sowie Lothar und Thomas de Maiziére.

Unter den zugereisten Franzosen wurden 45 Schuhmacher, 42 Goldschmiede, 41 Schneider, 36 Perückenmacher, 26 Bäcker und 25 Ärzte registriert. Die ebenfalls von den Hugenotten mitgebrachten „Bouletten“ und die Rezepte zu ihrer Herstellung werden bei historischen Würdigungen der Einwanderung oft genug unterschlagen.

Mancherorts trifft man bis heute noch auf die antiquierte Schreibweise „Boulette“, die auf den Ursprung des Wortes zurückgeht. Ein „boulet“ bezeichnete auf französischen Schlachtfeldern eine be-stimmte Art von Kanonenkugel – die sogenannte „Sechspfünder“. Der Name war auf eine Mannschaftskost übertragen worden, die im Felde schnell zubereitet, kräftig und von der Form her den „Sechspfündern“ sehr ähnlich war.

Nachdem die Bulette in Berlin heimisch geworden war, eroberte sie bald auch die Bierlokale. Sie gehörte bald schon in jeden „Hungerturm“, jenen in Kneipen von allen Seiten einsehbarer Glasschrank auf dem Tresen, aus dem der Wirt ein Solei, ein kaltes Schweinskotelett, einen Rollmops oder eine Bulette zum Bier oder Korn reichte. Die kleinen runden Fleischklößchen wurden immer beliebter. Sie gingen bald ein in den typischen Berliner Sprachgebrauch, der viele geflügelte Worte hervorbrachte. So wird eine kraftvolle Initiative achtungsvoll mit den Worten bedacht: „Der geht ‚ran wie Hector an die Buletten“. Spätere Ableger der Bulette nennen sich anderswo Fleischklößchen, Klops, Frikadelle oder Fleischpflanzerl.

Erst zweihundert Jahre später, Ende des 19. Jahrhunderts, kam mit dem legendären „Wurst-Maxe“ die Bockwurst in das Imbiss-Angebot. Da war die Berliner Bulette nicht mehr wegzudenken. Längst machte sich der Staat seine Sorgen um die Bulette. Für ihre Herstellung wurden strenge Regeln eingeführt. Für heute gilt in der Bundesrepublik die „Verordnung über Hackfleisch, Schabefleisch und anderes zerkleinertes rohes Fleisch (Hackfleisch-Verordnung – HFlV)“. Sie reglementiert sehr streng das „gewerbsmäßige Herstellen, Behandeln und Inverkehrbringen auch von Erzeugnissen aus zerkleinertem Fleisch“.

2. Buletten-Grundregeln

Für alle Geschmacks-Nuancen offen

Auf die richtige Hackfleischmischung kommt es an. Außer Rind- und Schweinefleisch gibt es viele weitere Möglichkeiten. Die einzelnen Hackfleischsorten sind in ihrer Geschmacksstruktur unterschiedlich zart oder kräftig. Das sollte beim Würzen beachtet werden, um den Eigengeschmack zu erhalten. Mit Gewürzen und Küchenkräutern lassen sich großartige Geschmacks-Nuancen erzielen.

Über Aussehen, Geschmack und Bekömmlichkeit der Buletten entscheiden auch das richtige Bratfett und die Hitze. Zu empfehlen sind Öl, Butterschmalz, Butter und Margarine. Das Hackfleisch auf keinen Fall zu scharf braten, aber auf jeden Fall gründlich durchgaren, um eine Keimbildung zu unterbinden.

Grundregeln:

– Brötchen in Milch oder Wasser einweichen. Brötchen gut ausdrücken und zum Hackfleisch geben, dadurch wird der Fleischteig schön locker.

– Statt Brötchen kann man auch Semmelmehl, geriebenes Schwarzbrot, Haferflocken oder Reis nehmen.

– Zwiebeln fein hacken und vorher kurz in Butter glasig schwitzen. Das ergibt eine wunderbare Geschmacksverbesserung und wirkt dem Säuern des Fleisches entgegen. Die Zwiebeln aber auf keinen Fall maschinell zerkleinern, damit sie nicht bitter werden.

– Hackfleisch, feingewürfelte Zwiebeln und Eier in eine Schüssel geben. Mit Salz, Pfeffer und Gewürzen abschmecken und mit jeweiligen Zutaten gut mischen. Aus der Masse mit in Wasserbad angefeuchteten Händen – damit das Fleisch nicht an den Händen klebt – Buletten formen und langsam durchbraten.

3. Bulette akademisch gesehen

Wenn das rauskommt, was da reinkommt…

Das Verdienst einer ersten wissenschaftlich-kritischen Würdigung der Bulette kommt dem Akademiker Willy Bernsdorff zu, der 1936 an der heutigen Humboldt-Universität zu Berlin eine Dissertationsschrift zur Erlangung der veterinärmedizinischen Doktorwürde zum Thema: „Histologische Untersuchungen der Berliner Buletten. Eine kritische Gegenüberstellung“ einreichte.

Hier ein paar Auszüge:

„Sowohl auf dem Familientisch als auch bei der Beköstigung der Gäste in Speisewirtschaften spielt unter den sich längere Zeit haltenden Speisen die aus zerkleinertem Rind- und Schweinefleisch hergestellten gebratenen Fleischklöße eine recht bedeutsame Rolle. Diese Klöße erfreuen sich in Norddeutschland einer besonderen Beliebtheit, weil sie verhältnismäßig preiswert, schnell greifbar, bequem zu verpacken und auch recht schmackhaft sind und oben-drein sich längere Zeit unter geeigneter Aufbewahrung halten. Sie werden von Personen, die schnell einen kleinen Imbiss einnehmen wollen, gern gekauft. Besonders in Berlin stellt diese Art von Fleischklößen einen Hauptbestandteil des kalten Buffets des Berli-ner Gaststättengewerbes dar.“ …

„Diese Buletten werden in fast allen Gaststätten in den verschie-densten Preislagen von 0,10 RM ansteigend bis 0,50 RM feilgehal-ten. Da die Preise je nach der Lage des Lokals bei geringem Ge-wichtsunterschied schwanken, liegt die Möglichkeit vor, dass auch die innere Zusammensetzung der Buletten verschieden ist, dass vielleicht sogar minderwertiges Material zur Verarbeitung gelangt. … Wegen ihrer großen Verbreitung als Nahrungsmittel in öffentlichen Lokalen hat besonders die Lebensmittelüberwachung ein In-teresse daran, aus welchen Bestandteilen diese Buletten sich zusammensetzen.“ …

„Der Geschäftsführer eines Berliner Großbetriebes des Gaststätten-Gewerbes mit Kundschaft aus allen Volksschichten, äußert sich dahingehend, dass eine Bulette bestehen soll aus: 4/5 Fleisch, 1/5 Semmel und den übrigen Zutaten. Er fügt weiter hinzu, dass der Anteil an Semmeln bzw. Streckungsmitteln großen Schwankungen unterworfen ist.“

Der Doktorand analysierte eine Reihe von Buletten, die er in Berliner Lokalen erstanden hatte.

„Schmutziges Lokal im SO: Wirt entnimmt mit unsauberer Hand die Bulette einem Glasschrank. Äußere Beschaffenheit: Gewicht 112 g, sonst nichts Besonderes. Innere Beschaffenheit: Der Querschnitt ist trocken, mattgrau, weiche Konsistenz, Geruch nach Semmeln, hellgraue Teile von Erbsengröße – gekochte Kartoffeln – fallen neben glasigen Stücken von Hirsekorngröße, Zwiebeln und Gewürzen auf. Fleischstücke von Linsengröße und etwas Fett.

Lugol: Diffuse Blaufärbung – Kartoffeln. Hist.: Reichlich Muskulatur, mäßig Bindegewebe.“

Aus weiteren Analysen:

„Beim Schneiden 1 cm langer Nagel … Geschmack nach Semmeln und Zwiebeln.“

„Außenfläche uneben. Rissig mit 2 stecknadelkopfgroßen bis hirsekorngroßen Schimmelpilzen … Beim Schneiden fadenziehender Belag am Messer.“

„Wenig freundliches Lokal. Wirtin ist beim Verkauf aus Furcht vor amtlicher Untersuchung etwas ängstlich. Äußere Beschaffenheit: Gewicht 43 g. Auf der Außenseite ist eine Fliege mit eingebraten.“

4. Der Buletten-Krimi

Die gebratene Alarmanlage

Die weiße Villa mit der großen Terrasse zum Park hinaus war an diesem schwülen Spätsommertag menschenleer. Die Besitzer, ein renommierter Toxikologe und leidenschaftlicher Hobbykoch, düste mit Gattin zu einem Einkaufsbummel in Richtung Paris, um das Wochenende mit einem Besuch im Louvre stilvoll zu verbringen.

„Schließ´ gut ab, Volker“, hatte die Frau ihren Mann gebeten. „Ich verstehe nicht, wie du so unbesorgt sein kannst, bei all unse-ren Antiquitäten und Kunststücken im Haus. Ist die Terrassentür auch gut verschlossen?“

„Kunstschätzen, Liebes, Kunstschätzen. Geh´ schon mal zum Taxi“, erwiderte der Professor, “ich schau noch einmal nach.“

Der Professor ging in sein Arbeitszimmer, danach in die Küche und saß zwei Minute später im Taxi. Nach der Terrassentür hatte er gar nicht gesehen.

„Alles in Ordnung“, sagte er zu seiner besorgten Gattin, die wie schon so oft vorwurfsvoll hinzufügte: „Unsere Nachbarn haben alle Alarmanlagen.“ Sie sagte das, als handele es sich bei Alarmanlagen um Statussymbole.

„Lass´ mal gut sein, Liebes“, entgegnete der Professor, „unsere Haus ist viel sicherer. Wer uns bestiehlt, wird nicht weit kommen.“

Ein nagelneues Sommerkleid einer Nachbarin, die gerade ihrem kleinen Porsche vor der Villa gegenüber entstieg, hatte die Auf-merksamkeit der Gattin auf wichtigere Dinge gelenkt.

*

Stunden später. Es war Mitternacht. Ruhe lag über der Villa, nur ein flauer Wind raschelte mit den Blättern der alten Eichen. Auf dem Nebengrundstück bellte ein Schäferhund, um sich aber gleich wieder geruhsam auszustrecken.

Hastig schlich ein Mann in Richtung der weißen Villa. Von der Terrasse aus verschaffte er sich mit einem Einbrecherbesteck se-kundenschnell Zutritt. Offensichtlich wusste er genau, dass sich niemand im Haus befand, denn er ging sehr zielstrebig durch die Zimmer. In einem Beutel ließ er eine Meissner Vase, zwei kleine Gemälde von der Wand über der Vitrine und einen dreihundert Jahre alten Leuchter verschwinden. Im Obergeschoss fand er kost-bare Münzen, eine Schatulle mit Schmuck und zwei goldenen Uh-ren.

Zum Abschluss seines Raubzuges betrat der Mann die geräumi-ge Küche, in der zu orientieren der Mondschein ausreichte. Zufrie-den mit sich und der Beute entnahm er dem Kühlschrank eine Flasche Bier, öffnete sie mit einem auf dem Tisch liegenden Öffner und nahm einen kräftigen Schluck. Seine Augen verfingen sich an einer Schüssel mit appetitlichen Buletten. Zur Krönung seiner erfolgreichen Tour stillte er mit drei Fleischkügelchen seinen Appetit, trank das Bier aus und machte sich leise und vorsichtig auf den Rückweg.

Als der Dieb die Terrassentür hinter sich zugezogen hatte, stan-den ihm dicke Schweißperlen auf der Stirn. In seinem Magen be-gann ein Krampf zu rumoren. Ein mulmiges Gefühl beschlich den Mann, der bereits Mühe hatte, das Raubgut zu tragen. Taumelnd schleppte er sich über die Terrasse und zehn Schritte weiter brach er auf dem kurz geschorenen Rasen zusammen. Er krümmte sich unter Schmerzen, die ihn den Verstand zu rauben schienen.

„Hilfe! Helft mir doch!“, rief er so laut er konnte. Der Hund auf dem Nebengrundstück schlug an.

„Was ist los, Astor“, rief der herbeieilende Nachbar und vernahm die Hilferufe. Er schaltete die Außenbeleuchtung ein und ging behutsam in Nachbars Garten. Mit einer Taschenlampe strahlte er den am Boden liegenden Mann an und sah dessen schmerzverzerrtes Gesicht.

„Wer sind Sie denn“, fragte er erstaunt, beugte sich zu dem Dieb und sah, wie seine Hände einen prall gefüllten Beutel weg zu schieben versuchten.

„Helfen Sie mir, ich sterbe“, stöhnte der Dieb.

„Sofort. Bleiben sie ruhig liegen, ich hole Hilfe.“

Der Mann rannte in seine Wohnung, griff sein Handy und rief den Notdienst an. Er legte den Kopf des Mannes auf ein Sofakissen, das er mitgebracht hatte und holte ihm ein Glas Wasser, nach dem er verlangt hatte. Wenige Minuten später fuhr ein Streifenwagen mit eingeschaltetem Blaulicht vor und gleich danach kam auch schon ein Notarztwagen.

*

Als der Professor und seine Gattin Sonntagabend aus Paris zu-rückkam, wurden sie seltsamerweise von einem Polizeibeamten auf ihrem eigenen Grundstück begrüßt.

„Guten Abend. Was ist los“, fragte der Toxikologe überrascht.

„Bei Ihnen wurde eingebrochen. Ihr Nachbar sagte uns, dass Sie üblicherweise um diese Zeit zurückkämen, da habe ich auf Sie gewartet.“

„Haben Sie den oder die Einbrecher erwischt?“, fragte der Professor.

„Ja, wir fanden einen Dieb halbtot im Garten liegend. Die Beute ist sichergestellt.“

„Wer hat ihn so zugerichtet?“

„Das wissen wir noch nicht, er liegt im Krankenhaus, wird aber durchkommen.“

„Kann er da nicht fliehen?“

„Nein, zwei Kollegen vom Streifendienst, die als erste am Tatort waren und ihr Haus inspizierten, liegen mit ihm in einem Zimmer. Es geht ihnen aber wesentlich besser.

Der Toxikologe und seine Gattin gingen nun schon etwas ruhiger gestimmt in ihr Haus. In der Küche sah die Ehefrau eine fast leere Schüssel mit kleinen runden Buletten auf dem Tisch stehen.

„Wo kommen die Buletten her“, fragte sie ihren Mann, der kurz nach ihr die Küche betrat.

Schnell nahm der Toxikologe die Schüssel vom Tisch und ging in sein Arbeitszimmer. Dabei sagte er zu seiner ziemlich ratlos blickenden Frau: „Du weißt doch, so einfach ist es nicht, uns zu bestehlen.“

Zufrieden mit der Antwort, steckte die Gattin, als ihr Mann die Küche verlassen hatte, rasch eines der Fleischklößchen in den Mund, das sie vor dem Eintreten ihres Gatten aus der Schüssel genommen und hinter sich gehalten hatte.

Alles in allem wurde es noch ein sehr aufregender Abend.

5. Buletten-Rezepte

(Aus dem Buch eines Teams unter Leitung  des Autors “Alles Buletti”)

(Die Rezepturen sind angelegt für jeweils zehn Personen)

Berlin-Brandenburger

1.200 g Mischhackmasse
2 Zwiebeln
2 Essiggurken
2 Tl grünen Pfeffer
Salz und Pfeffer aus der Mühle
2 Pefferschoten
2 El roten Paprika
250 g Öl oder Butterschmalz
100 g Butter
10 große Schusterjungen
100 g Meerrettich-Remoulade, 50 g Chilisoße
Salatblätter, Zwiebelringe, Paprikaschotenringe

Hackfleisch in eine Schüssel mit Öl, feingehackter Essiggurke, Zwiebeln, zerdrückten Pfefferkörnern und kleingeschnittener Pfefferschote zu einer Masse verarbeiten. Mit Salz, Pfeffer, Paprika würzen, zu flachen Buletten formen und saftig braten. Große Schusterjungen halbieren, die untere Hälfte mit Meerrettich-Remoulade bestreichen und einige Salatblätter auflegen. Darauf die warme Buletten anrichten, Zwiebel- und Paprikaringe darüber verteilen. Pro Bulette einen Esslöffel Chilisoße verteilen und mit der oberen Hälfte des Brötchens abdecken.

(Hinweis: Für die Meerrettich-Remoulade wird unter 100 Gramm fertige Remoulade ein Esslöffel scharfer Meerrettich gezogen.)

Spezialbulette

500 g Rinderhackfleisch
500 g Schweinemett
125 g feines Bratwurstmett
2 Brötchen
Milch zum Einweichen
2 Zwiebeln
2 El Butter
2 Eier, Pfeffer, Salz, Muskat
Butterschmalz oder Öl zum Braten

Brötchen mit Milch übergießen und einweichen, dann ausdrücken und zur Hackfleischmischung geben. Die feingehackten Zwiebeln in der Butter glasig anschwitzen, zum Hackfleisch geben, die Eier zufügen, Gewürze untermischen und gut durchkneten und braten.

Pfefferbrötchen

10 Brötchen
1.250 g gemischtes Hackfleisch
2 El grüner Pfeffer
1 Bund Petersilie
2 Eier
2 El Senf
4 cl Weinbrand
1 Tl Paprikapuder
1 Tl Curry
Salz und Pfeffer aus der Mühle
125 g geriebener Schnittkäse

Von den Brötchen einen Deckel abschneiden und Brötchen aus-höhlen. Hackfleisch in einer Schüssel mit den Eiern Pfefferkörner, der gehackten Petersilie, dem Senf und Weinbrand zu einer Masse verarbeiten. Mit Paprika, Curry, Salz und Pfeffer würzen. Hack-fleischmasse in die Brötchen füllen, mit Reibkäse bestreuen und ca. 15 Minuten bei 200 Grad überbacken.

Bulette arabisch

1.200 g Lammschulter
100 g Reis gegart (keine Kochbeutel)
2 kleine gewürfelte Paprikaschoten
2 Eier
2 El Backobst geschnitten
1 El zerkleinerte Pistazienkerne
Piment gemahlen
1 El gehackte Pfefferminzblätter
1 Tl Knoblauchgranulat
2 El Vegeta (Gewürzmischung)
Salz und Pfeffer aus der Mühle
250 g Öl oder Butterschmalz

Lammschulter durch die feine Scheibe drehen. Reis (etwas klebrig), Eier, Backobst, Pistazienkerne, gehackte Minzblättchen alles zu einer Masse verarbeiten und mit den Gewürzen abschmecken. In der Pfanne oder auf dem Grill saftig braten.

Bulette spanisch

1.500 g gemischte Hackmasse
10 gefüllte Oliven
2 Messerspitzen Knoblauchpulver
250 g Öl
10 mit Kapern gefüllte Sardellenringe
0,1 Ltr. trockener Rotwein
5 El Tomatenmark
100 g Curry-Ketchup
1 Tl getrockneter Oregano
3 Tomaten

Oliven kleinwürfeln und mit dem Knoblauchpulver unter die fertige Hackmasse geben. Buletten formen und in Öl braun braten. Tomatenscheiben von beiden Seiten im Bratfett der Buletten braten, auf den Buletten anrichten und die Sardellenringe darauf geben Bratfonds mit Rotwein ablöschen, Tomatenmark mit Ketchup und dem Oregano verrühren, unter die Soße ziehen und alles kurz aufkochen lassen. Mit Salz und weißem Pfeffer abschmecken. Die Buletten mit der Soße servieren.

Schweizer Hacksteaks

125 g Edamer im Stück
1.000 g Schweinhackmasse
125 g Kalbsleberwurst
100 g Thüringer Bratwurstmasse
2 Bund gehackte Petersilie
5 Eier
600 g Maiskörner aus der Dose
200 g Öl
50 g Butter
100 g ungesüßte Schlagsahne

Den Käse in kleine Würfel schneiden, mit dem Hackfleisch, der Le-berwurst, der Bratwurstmasse, den Eiern und der Petersilie vermischen. Hacksteaks formen und in Öl saftig braten. Mais in Butter schwenken, mit der Sahne ablöschen und Hacksteaks darauf an-richten.

Bulette nordisch

1.200 g Rinderhackfleisch
2 Eier
2 Brötchen in Milch eingeweicht
5 El gehackte rote Bete
50 g feine Karottenwürfel
1 Stange Lauchringe
2 Zwiebeln
2 El Kapern
5 gehackte Sardellen
2 El Crème fraîche
1 Bund gehackte Petersilie
Salz und Pfeffer aus der Mühle
2 El Vegeta (Gewürzmischung)
4 cl Malteser Kreuz
50 g Butter

Rinderhackfleisch mit den ausgedrückten Brötchen, den Eiern, gehackten Kapern Sardellen, Petersilie, der roten Bete und den Gewürzen gut durchmischen. Feine Zwiebel- und Karottenwürfel sowie die Lauchringe kurz in Butter schwenken, etwas abkühlen lassen, Creme fraiche und Malteser Kreuz unter die Masse ziehen und nochmals gut durcharbeiten. In Öl oder Butterschmalz saftig braten.

Bulette südamerikanisch

1.200 g Mischhackfleisch
3 abgezogene, gewürfelte Tomaten
1 kleine Dose Mais
10 gehackte Oliven
Cayenne-Pfeffer
1 gewürfelter grüner Apfel
3 Knoblauchzehen
3 El Sultaninen
3 El süße Mandelblättchen
4 cl Tequila
250 g Öl oder Butterschmalz

Mischhackfleisch nach Standartrezeptur mit den Tomatenwürfeln, dem Mais, den gehackten Oliven, dem gewürfelten Apfel, den fein-gehackten Knoblauchzehen, den Mandelblättchen und Sultaninen gut durchmischen. Nochmal mit Cayenne-Pfeffer der Masse die notwendige Schärfe verleihen. Buletten formen und in Öl oder But-terschmalz braten.

Bulette indisch

800 g Rinderhackfleisch
400 g Putenhackfleisch
2 Eier
100 g Semmelmehl
100 g klein geschnittene Ananas
5 klein geschnittene Aprikosen
3 gehackte Chilischoten (scharf)
2 El edelsüßer Gewürzpaprika
2 El Currypulver
2 Messerspitzen Kümmel
2 Tl grünen Pfeffer
Salz und Pfeffer aus der Mühle
1 Messerspitze geriebene Muskatnuss

Hackfleisch mit den Eiern, Semmelmehl und den Gewürzen gut mischen. Danach zur Masse die Ananas- und Aprikosenwürfel so-wie den grünen Pfeffer locker unterziehen. Sollte die Masse zu fest sein, etwas Ananas- oder Aprikosensaft zugeben. Buletten formen und in Öl oder Butterschmalz braten.

Bulette griechisch

1.200 g Mischhackmasse nach Rezeptur
3 Knoblauchzehen
150 g Fetakäse
10 gewürfelte Oliven
3 Tomaten
1 Bund Basilikum
Salz und Pfeffer aus der Mühle
4 cl Ouzo (Anisschnaps)
250 g Öl oder Butterschmalz

Schafskäse zerdrücken, mit abgezogenen Tomaten- und Olivenwürfel, gehacktem Basilikum, der zerdrückten Knoblauchzehen und dem Ouzo mischen, unter die gewürzte Hackmasse ziehen und gut durcharbeiten. Buletten formen und in Öl oder Butterschmalz braten.

Spreewälder Hacksteak

1.200 g Mischhackmasse
100 g feine Lauchstreifen
100 g Meerrettich scharf
Salz und Pfeffer aus der Mühle
Majoran, Thymian, Kümmel
50 g Butter

Lauchstreifen in Butter schwenken, Meerrettich aus dem Glas, Salz, Pfeffer und die anderen Gewürze unter die fertige Hackmasse ziehen und gut durcharbeiten. Hacksteaks formen, in Butterschmalz oder Öl braten. Mit Spreewälder Gurken anrichten.

Hacksteaks Pusta

600 g Rinderhackfleisch
600 g Lammhackfleisch
2 Eier
100 g Schinkenspeck in Würfel
2 Brötchen eingeweicht
2 Zwiebeln feingewürfelt
3 bunte Paprikaschoten feinwürflig
3 Knoblauchzehen
Salz und Pfeffer
50 g Butter
Rosenpaprika
2 El Vegeta (Gewürzmischung)

Hackfleisch mit den Schinkenspeck- und Zwiebelwürfeln, den aus-gedrückten Brötchen, Eiern und den in Butter geschwenkten und würflig geschnittenen bunten Paprika gut mischen, die zerdrückten Knoblauchzehen und Gewürze zugeben. Hacksteaks formen und saftig braten.

Mexikanische Bohnensuppe

3 Zwiebeln
je 1 gelbe, rote und grüne Paprikaschote
2 Stangen Lauch
2 rote Chilischoten
Olivenöl
800 g Rindergehacktes
3 Knoblauchzehen
Salz und Pfeffer aus der Mühle
Oregano
Rosenpaprika
2 Btl. mexikanische Gewürzmischung
5-6 El Tomatenmark
etwa 1,5 l Fleischbrühe
1 große Dose Kidney Bohnen (800 g)
2 Bunde gehackte Petersilie

Zwiebeln abziehen, halbieren und in Scheiben schneiden. Paprika-schoten vierteln, entstielen, entkernen, die weißen Scheidewände entfernen, die Schoten waschen und in Streifen schneiden. Lauch in Ringe schneiden. Chilischote in kleine Stücke schneiden. Öl in einem Topf erhitzen und die Zwiebelscheiben darin andünsten, das Rindergehackte dazugeben und bei mittlerer Hitze anbraten, dabei die Fleischklümpchen zerdrücken.
Knoblauchzehe abziehen, durch eine Knoblauchpresse drücken und über das Gehackte geben. Mit Salz, Pfeffer, Oregano, Paprika und der mexikanischen Gewürzmischung würzen. Tomatenmark, Paprikastreifen, Lauchringe und die Chilischote dazugeben und umrühren, Brühe dazu gießen und etwa 15 Minuten leicht kochen lassen. Die Kidney Bohnen dazugeben und nochmals mit den Gewürzen kräftig abschmecken und mit gehackter Petersilie bestreuen.

Lustige Berliner

100 g grüne Erbsen
2 mittelgroße Möhren
250 g Öl
2 Zwiebeln
1000 g Rinderhack
2 Eier
3 EL Semmelmehl
Salz, Pfeffer
10 Berliner Schrippen
2 Köpfe Eisbergsalat
150 g Tomatenketchup
1 halbe Salatgurke
10 kleine Tomaten in Scheiben
Pflanzenfett
10 Scheiben Schnittkäse

Gemüse putzen, grob raspeln, in Butter dünsten. Feingewürfelte Zwiebeln mit dem abgekühlten Gemüse zum Fleisch geben, Ei und Semmelmehl sowie Salz und Pfeffer zufügen. Alles gut miteinander durchkneten. Aus der Hackmasse Buletten formen und flach drü-cken. Brötchen halbieren. Auf die Unterseite jeweils 1 Salatblatt, darauf je einen Esslöffel Ketchup verteilen, Gurken- und Tomatenscheiben darüber schichten.
Berliner in Öl braten. Auf die Tomatenscheiben geben, mit Käse be-legen. Restliches Ketchup darauf verteilen, mit der Oberseiten des Brötchens abdecken und sofort verzehren.

Frikadellen mit Kräuterbutter

1.250 g Hackmasse gemischt
100 g Öl
80 g Butter
2 El gehackter Dill und Petersilie
1 Tl Selleriesalz
Saft einer halben Zitrone
Worchestersoße

Frikadellen formen und im heißen Öl braun und knusprig braten. Butter weich kneten und das gesammelten Wasser entfernen. Die gehackten Kräuter, den Zitronensaft, Selleriesalz und einige Tropfen Worchestersoße in die Butter mischen, zu eine Wurst rollen und kaltstellen. Frikadellen in Öl braten, heiß auf dem Teller anrichten, leicht aufreißen und mit Kräuterbutter füllen.

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