Bald Weltkulturerbe in Bernau

Künftiges UNESCO-Weltkulturerbe – das Baudenkmal Bundesschule in Bernau, eines der größten Bauhausensembles der Welt. 1928 bis 1930 als zentrale Bildungsstätte des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbund (ADGB) von den Architekten Hannes Meyer und Hans Wittwer sowie Mitarbeitern und Studierenden des Dessauer Bauhauses geschaffen, ist es ein beredtes und zeitlos schönes Beispiel für die von den Nazis abrupt beendete Bauhaus-Epoche, die 1919 von Weimar ausgehend über Dessau schließlich vielerorts ihre Bauwerke schuf. Lange unterschätzt, weil nicht für jederman zugänglich, wurde die Bundesschule in Bernau.

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DSC_0226(Architekten: Meyer/Wittwer)

Zwischen 1933 und 1989 diente das riesige Objekt mit Schule, Wohnhäusern, Sportanlagen usw. den Nazis für Ausbildungszwecke sowie in der DDR als Gewerkschaftshochschule und war durch seine Abgeschlossenheit kaum bekannt. Seit der deutschen Einheit finden Sanierungen und umfassende Rekonstruktionen statt. 1990 wurde der Verein „baudenkmal bundesschule bernau e. V.“ gegründet. Von 2009 bis 2010 wurden die Lehrerhäuser saniert und rekonstruiert. 2011 wurde eine Stiftung zur weiteren Erforschung und Bekanntmachung der Bundesschule gegründet.

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DSC_0246(Spätere Bauten im Bauhaus-Stil)

DSC_0227(Detail Original Bauhaus von 1928-30)

DSC_0241(Detail Original Bauhaus von 1928-30)

DSC_0250(Architekten für die Lehrerwohungen: Meyer/Wittwer)

Nach verschiedenen Vermietungen beherbergte die Schule von 1992 bis 1998 die Fachhochschule für öffentliche Verwaltung. Im Februar 2003 begann der erste Bauabschnitt (Foyer und Internatshäuser) der Sanierung, die bis Ende 2007 andauerte. So wurde die Bundesschule weitgehend in ihrer ursprünglichen Gestalt wiederhergestellt.

Die Handwerkskammer Berlin nutzt die Bundesschule seit 2008 als Internat für ihr Bildungs- und Innovationszentrum „Waldfrieden“ (BIZWA). Betreiber ist der Internationale Bund (IB).

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(links Meyer/Wittwer, rechts spätere Bauten)

Die Aufnahme in die UNESCO-Weltkulturerbe-Liste bis zum Bauhaus-Jahr 2019 wäre eine nationale und internationale Wertschätzung für das seit 1977 unter Denkmalschutz stehende Areal.

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