Das Angebot

Gnädige Frau, ich muss gestehen,
mein Wunsch klingt sicher etwas sonderbar,
doch seit ich Sie zum ersten Mal gesehen,
erscheint die Welt mir plötzlich wunderbar.

 

Nein, nein, es ist nicht Ihre fulminante Robe
und nicht die goldmelierte Haarfrisur.
Auch nicht ihr Cabrio, wie es gerade Mode,
nicht die brillantbesetzte goldne Uhr.

 

Es ist auch nicht die große schmucke Villa,
die Ihr Verblichener hinterlassen hat aus Dank.
Auch nicht die Sägewerke dort in Dingsda,
nicht die Millionen auf den Konten Ihrer Bank.

 

Mein eigenes Vermögen? Oh, ich bitte,
ich bin ganz selbstlos unvermögend aus Passion.
Ein großes Herz und wunderschöne Träume,
das ist des Künstlers Ehre in Aktion.

 

Wir würden beide uns sehr gut ergänzen,
Ihr materielles Polster und mein Mut,
mal wieder ganz von vorne anzufangen –
halt, bleiben Sie, ich mein es doch nur gut…

 

So sind Sie, diese bourgeoisen Weiber,
nur Kohle, Schmuck und amouröses Spiel im Sinn.
Auf diese Weise kommt die Kunst nicht weiter,
und wieder ist ein schöner Traum dahin.
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