Arme reiche Fee

In der „Berliner Zeitung“ vom 15. November 2016 ist zu erfahren: Susanne Klatten, die durch Erbschaft und fremder Hände Arbeit reichste Frau Deutschlands, hat von ihrem rund 19 Milliarden umfassenden Vermögen 100 Millionen Euro für wohltätige Zwecke gespendet. Dafür wurde der BMW-Miteignerin jetzt von den „Berliner Märchentagen“ die Goldene Erbse für ihr soziales Engagement zuteil. Dazu noch der schöne Satz: „Die Umschreibung ihrer Arbeit für das Allgemeinwohl könnte laut Susanne Klatten auch die Jobbeschreibung ´einer Fee sein´.“

Wer mit den Zahlen nicht viel anzufangen weiß: Das ist, als würde eine alleinstehende Hartz-4-Empfängerin von ihrem Regelsatz von 404 Euro 2,13 Euro für soziale Zwecke spenden. Nun mag man raten, wem die Spende schwerer fällt.

Von einer zeitgemäßen Vermögenssteuer wäre im Idealfall gerechterweise und im Interesse des Allgemeinwohls nur die reichere der beiden Damen betroffen. Offenbar ist den „Berliner Märchentagen“ kein Märchen zu billig, um es nicht gebührend würdigen zu müssen.

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