Kritiken zu „Generation Fußnote“

UKro:

Ich bin neugierig, wie Menschen ihr Leben Kindheit, Jugend Freizeit und Arbeit erlebt haben und vergleiche mit meinen Erinnerungen aus Westdeutschland. Ich versuche seit der Vereinigung Einstellungen und Reaktionen meiner ostdeutschen Landsleute zu deuten. Dieses Buch gibt mir häufig eine Erklärung, ein „ach-so“, oder „ging ja dort nicht anders“.

Norbert K.:

Ein interessantes Buch, das die DDR-Geschichte aus einer realistischen Perspektive beschreibt. Leider ist es nur noch gebraucht zu bekommen. Es könnte vom Verlag aber auch als ebook veröffentlicht werden. Ich habe mein Exemplar schon vielen Freunden zum Lesen gegeben.

Christian1970:

Weder weinerlich-(n)ostalgische DDR-Verklärung, noch pauschale Verdammung all‘ dessen, was politisch sowie gesellschaftlich zwischen 1949 und 1989 zwischen Rügen und Erzgebirge passiert ist: Schön, dass es auch solche Darstellungen der DDR-Zeit gibt !

Aus Badische Neueste Nachrichten:Tatsächlich bieten seine Bekenntnisse einen ebenso erhellenden wie manchmal erschreckend komischen Blick hinter die Kulissen des zweiten deutschen Staates, der von Anfang an mit der Wahrheit und den Fakten auf Kriegsfuß lebte. So brauchte er eben auch eine Journaille, die Mängel kaschierte, Feindbilder bediente und die Herrschenden hofierte.

Aus SoundBase OnlineMusikmagazin:

Auch wenn sich Generation Fußnote mit Bürokratie beschäftigt, ist das Buch alles andere als dröge und trocken. Das Thema ist für Nichteingeweihte sowieso ein gefundenes Fressen und ein Blick hinter die Kulissen. Die Schilderungen von Taubert beschönigen nichts. Er schont dabei weder sich selber noch sein, wie er es nennt, vorletztes Vaterland. Hier wird ein kleiner Teil deutscher Geschichte großartig aufbereitet und erzählt. Der Sprachstil und das Einflechten ironischer, zynischer und sarkastischer Elemente, ohne dabei lächerlich zu wirken, ist schon eine ganz große Schreibkunst, die Taubert anscheinend aus dem Effeff beherrscht und dem Leser so viele, viele schöne Stunden bereitet. Das Gesamtwerk darf somit gerne als eine Sternstunde deutscher Sachliteratur angesehen werden.

Aus Generalanzeiger:

Doch im Unterschied zu vielen anderen, die bis zuletzt Anteil an der Aufrechterhaltung des Systems hatten, geht Taubert in seinem Buch schonungslos mit sich ins Gericht un erzählt, wie deer Opportunismus seinen Alltag bestimmte. In Generation Fußnote beschreibt er exemplarisch für eine ganze Generation – , wie er in der DDR sozialisiert wurde, sich mit dem System solidarisierte und die Chancen nutzte, die ihm der Staat bot, der deafgür aber absolute Loyalität einforderte. Taubert erzählt fesselnd und humorvoll aus dem Alltag der DDR und aus den Hinterzimmern der DDR-Bürokratie und schildert zahlreiche Anekdoten, die schon damals die Diskrepanz zwischen dem Selbstbildnis des Staates und der Realität offen legten.

Aus Online-Magazin genussmaenner.de:

Um die DDR ranken sich immer mehr Mythen und Geschichten, die von Leuten verbreitet werden, die nicht viel vom Leben in der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik wissen. Davon setzt sich sehr wohltuend Generation Fußnote ab. Darin schildert der ehemalige ADN-Journalist Klaus Taubert auf ebenso sachliche wie humorvolle Art das Leben eines Journalisten in der DDR. Als Hofberichterstatter von Ulbricht und Honecker war er sehr nahe der Macht, beobachtete die Ränkespiele und die Unfähigkeit der Genossen. Wohltuend ist dabei, dass sich der Autor weder zum Wiederstandskämpfer hochstilisiert, das Leben in der DDR in einer Richtung verklärt, noch aus seinem Herzen eine Mördergrube macht. Generation Fußnote ist ein überaus lesenswertes Buch für alle, die einen authentischen Blick unter die offizielle Bettdecke der DDR werfen wollen.

Aus Kölner Stadt-Anzeiger:

Ebenso indiskutabel findet der Autor Selbstmitleid und Gejammer beim Blick zurück. Gerade der lakonische Grundton und die beiläufig eingestreuten Gemeinheiten machen Generation Fußnote so lesenswert… Wenn man nicht wüsste, dass es die Deutsche Demokratische Republik tatsächlich gegeben hat, könnte man manche Passagen auch als Satire über ein nicht existentes Land lesen.

Markus Schwenke:

Wer Geschichte leicht verdaulich, humorvoll bis satirisch mag, sollte zu diesem Buch greifen. Die DDR wie sie leibt und lebt, lebensnah in höchsten Kreisen aufgespießt von einem, der mittendrin war und sich seine eigenen Gedanken und Notizen gemacht hat. Mich hat das Buch begeistert. Außerdem verfügt es im Anhang über eine sehr übersichtliche Chronik, die man immer schnell zur Hand haben kann, wenn es um die Geschichte des untergegangenen deutschen Teilstaates geht.

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